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Klarsichtkino „Digitale Nomaden – Deutschland zieht aus“

31.01.2019, 19:00

Klarsichtkino „Digitale Nomaden – Deutschland zieht aus“

Dokumentarfilm
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Klarsichtkino "Digitale Nomaden - Deutschland zieht aus" ver.di Südwestfalen Digitale Nomaden

Im Rahmen der Reihe KLARSICHTKINO war der Regionsvorstand Hagen aktiv.  Nach einem Kurzreferat über digitalisiere Arbeitswelten von Adrian Joseph folgte der Dokumentarfilm DIGITALE NOMADEN. Der Film gab Einblicke in das Leben von vier Freelancern, die Ihren Traum vom ortsunabhängigen Arbeiten verwirklicht haben.
 
Digitale Nomaden sind ortsunabhängig lebende Freigeister, die ihre Arbeit an jedem Ort der Welt ausüben können. „Digitale Nomaden – Deutschland zieht aus“ ist der erste deutschsprachige Dokumentarfilm über ein Thema, auf das die Gesellschaft und die Arbeitswelt Antworten finden muss. Digitale Nomaden ziehen mit dem Laptop um die Welt und arbeiten, wo es ihnen gerade gefällt. Sie bezeichnen sich als multilokal und ortsunabhängig. Feste Arbeitsplätze und –zeiten gehören für sie der Vergangenheit an. Nur ihr Arbeitslaptop ist immer dabei und ein Netzzugang ist Pflicht.

Fotoausrüstung ver.di Südwestfalen Fotoausrüstung

 

Im Anschluss an den Film, der im Kulturzentrum Pelmke in Hagen gezeigt wurde, folgte ein Clip, der auch die Schattenseiten von Crowdworking betrachtet. Gemeinsam mit der stv. Geschäftsführerin des ver.di Bezirks Südwestfalen, Bettina Schwerdt, wurde hitzig über die Vor- und Nachteile dieser schönen neuen Arbeitswelt diskutiert.

Phänomene wie Crowdworking und Crowdsourcing sind auf dem Vormarsch und versprechen den Unternehmen neue Flexibilität und weniger Kosten. Unterminiert werden dabei jedoch arbeitsrechtliche Schutzstandards und Mitbestimmungsrechte; prekäre Arbeitsverhältnisse entstehen. Noch gibt es keine umfassenden Antworten auf Fragen, die aufgeworfen wurden: Müssen Mitbestimmungsrechte modernisiert und erweitert werden? Wie sichern wir die Beteiligung bei neuen Arbeitsformen? Wie können sich Crowdworker*innen organisieren und gemeinsam verhandeln? Doch eins steht fest: auch Crowdworker*innen und Selbstständige brauchen Absicherungen. ver.di will den neuen Herausforderungen gemeinsam mit den Crowdworkern begegnen und gewerkschaftliche Strategien für faire Mindeststandards entwickeln und durchsetzen.

Fast jeder Zweite Arbeitnehmer wünscht sich mehr Selbstbestimmung
Laut Arbeitsministerium arbeiten gerade mal 20 Prozent der Beschäftigten ab und zu von zu Hause aus. Von den Übrigen wünscht sich allerdings fast jeder Zweite mehr Flexibilität und Selbstbestimmung im Job. Für 20- bis 35-Jährige ist nach einer Studie des Zukunftsinstituts Frankfurt Selbstbestimmung gar das höchste Ziel eines erfolgreichen Lebens. Gleich danach kommt: "das Leben genießen". Erst an zehnter Stelle folgt die Karriere.