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ver.di: Lohnfortzahlung bei Quarantäne?

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ver.di Südwestfalen ver.di Südwestfalen ver.di Südwestfalen

Belegschaften nicht in Geimpfte und Ungeimpfte spalten

Die Vorstöße aus der Politik spitzt sich in den Betrieben zu, ob dies nun die Auskunftspflicht des Impfstatus gegenüber dem Arbeitgeber betrifft oder die Frage der Lohnfortzahlung für Impfunwillige im Quarantänefall.

Verschärft wurde diese Thematik durch eine falsche Berichterstattung einer regionalen Zeitung. „ver.di vertritt seine Mitglieder uneingeschränkt, ob geimpft oder nicht geimpft“ so Jürgen Weiskirch, Bezirksgeschäftsführer ver.di Südwestfalen. 

Wenn wir wollen, dass sich mehr Menschen freiwillig impfen lassen, dann ist es weitaus besser, dafür zu werben als den Druck auf die Ungeimpften immer weiter zu erhöhen. Die von Minister Spahn und einigen Arbeitgebern losgetretene Debatte zur Preisgabe des Corona-Impfstatus aller Beschäftigten gegenüber dem Arbeitgeber und zum Ende des Entgeltersatzes für Ungeimpfte im Quarantänefall stiften Unruhe und Verunsicherung. Mit solchem Druck löst man die Probleme aber nicht sondern spaltet die Gesellschaft und Belegschaften in den Betrieben. Als Gewerkschaften fordern wir daher dringend, zur sachlichen Debatte um Lösungen zurückzukehren, die keine neuen arbeitsrechtliche Fragen aufwirft und die Verantwortung für den Kampf gegen die Pandemie nicht bei den Beschäftigten ablädt. Anstatt Menschen weiter zu verunsichern müssen Spahn und andere endlich liefern: Wo sind die Luftfilter in den Schulen? Wo bleiben einheitliche Quarantäneregeln oder Verabredungen für den Umgang mit Geimpften? Wann gibt es endlich mehr Personal im Gesundheitsdienst? Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften leisten seit Monaten einen aktiven Anteil daran, das Impftempo in Deutschland zu beschleunigen. Eine Impfpflicht durch die Hintertür lehnen wir weiterhin ab. Arbeitgeber sind gefordert, für Impfungen zu werben und sie in der Arbeitszeit zu ermöglichen. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften appellieren an die Arbeitgeberverbände, an die Unternehmen und auch die öffentlichen Arbeitgeber, mit uns gemeinsam für die Überwindung der Pandemie mit gebündelten Kräften zu kämpfen.