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„Im Frühjahr Held, im Herbst kein Geld?“

„Im Frühjahr Held, im Herbst kein Geld?“

Kunst und Kultur streikt auch ver.di Südwestfalen Kunst und Kultur streikt auch

Am Mittwoch, 14.10.2020, legen die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Kommunen in Hagen die Arbeit nieder. Konkret werden die Stadtverwaltung, der Wirtschaftsbetrieb (WBH), der Entsorgungsbetrieb (HEB) und die Hagener Straßenbahn (HST), Sander Reisen und HVG bestreikt. 

Bereits Ende September streikten die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst in Hagen erstmals um auf Ihre berechtigte Forderung aufmerksam zu machen. Um den Druck auf die Arbeitsgeberseite zu erhöhen, findet am Mittwoch, dem 14.10.2020, erneut ein ganztägiger Warnstreik in Hagen statt.

Auf dem Friedrich-Ebert-Platz 2 ver.di Südwestfalen Auf dem Friedrich-Ebert-Platz 2

„Aufgrund der besonderen Pandemieentwicklung in Hagen verzichten wir diesmal bewusst auf größere Versammlungen“ sagt Christoph Temming, Gewerkschaftssekretär bei ver.di in Hagen. „Die besorgniserregende Entwicklung des Infektionsgeschehens unter anderem in Hagen zeigt, dass unser Vorschlag einer Verschiebung der Tarifrunde in das kommende Jahr richtig war. Leider haben die Arbeitgeber das abgelehnt und machen die Warnstreiks der Beschäftigten somit unabwendbar“, so Temming weiter

Auf dem Friedrich-Ebert-Platz 3 ver.di Südwestfalen Auf dem Friedrich-Ebert-Platz 3

Auf dem Friedrich-Ebert-Platz findet um 9 Uhr eine kleine Kundgebung statt, auf der Kleinstdelegationen aus den Hagener ÖD-Betrieben stellvertretend für die rund 4000 Beschäftigten ihre Teilnahme am Streik symbolisieren.

Auf dem Friedrich-Ebert-Platz 4 ver.di Südwestfalen Auf dem Friedrich-Ebert-Platz 4

Die schwierige Haltung der Arbeitgeber erfordert verstärkten Widerstand. Möglicherweise werden weitere Streikaktivitäten in den nächsten Tagen bis zur dritten und bisher letzten Verhandlungsrunde ab dem 22. Oktober geplant. Bundesweit betreffen die Verhandlungen beispielsweise Beschäftigte in kommunalen Kliniken, Seniorenzentren und Kindertagesstätten, bei der Müllabfuhr, den Sparkassen, den Städten, Gemeinden und Landkreisen, bei der Agentur für Arbeit und den Jobcentern und vielen anderen Dienststellen und Einrichtungen des Bundes wie den Zoll oder die Rentenversicherung

Auf dem Friedrich-Ebert-Platz 5 ver.di Südwestfalen Auf dem Friedrich-Ebert-Platz 5

ver.di fordert für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen unter anderem eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent bzw. einen Mindestbetrag von 150 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 100 Euro monatlich angehoben werden. Erwartet wird die Ost-West-Angleichung der Arbeitszeit. Darüber hinaus soll das Thema der Entlastung der Beschäftigten in den Tarifverhandlungen behandelt werden. Die besonderen Themen des Gesundheitswesens und der Pflege sollen an einem eigenen Verhandlungstisch eingebracht werden. Das Ergebnis soll später zeit- und inhaltsgleich auf Beamt*innen übertragen werden.

 

Kunst und Kultur 2 ver.di Südwestfalen Kunst und Kultur 2