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Zentrale Kundgebung legt Innenstadt lahm. Nun ist die Einigung …

Zentrale Kundgebung legt Innenstadt lahm. Nun ist die Einigung da!

Demonstranten - soweit das Auge reicht ver.di Südwestfalen Demonstranten  – Demonstranten - soweit das Auge reicht!

Die vorausgegangenen Streiks haben ihre Wirkung entfaltet. Die Einigung ist da! Näheres auf nebenstehenden Infos.


Hier der Bericht über den Warnstreiktag in Dortmund:

Auf dem Südwall in Dortmund wehten die ver.di-Fahnen, denn die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft hatte vor der nächsten Verhandlungsrunde im Tarifstreit des Öffentlichen Dienstes (15. und 16. April) erneut zu einem ganztägigen Ausstand aufgerufen, um mehr Druck zu machen für ihre Forderungen nach 6 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro pro Monat.

Aus dem ver.di-Bezirk Südwestfalen ging es am Dienstag, 10. April, bereits in der Frühe mit mehr als dreißig Bussen zur zentralen Kundgebung nach Dortmund. Der eintägige Warnstreik im Öffentlichen Dienst war umfassend: Viele kommunale Leistungen waren betroffen. Zu den bestreikten Betrieben gehörten neben den Stadt-, Kreis- und Gemeindeverwaltungen die Entsorgungsbetriebe, die städtischen Kindergärten, Sparkassen, Jobcenter und die Arbeitsagentur. Busse fuhren nicht nach Plan oder gar nicht.

Auf ihrem Weg nach Dortmund gerieten die Streikenden aus Südwestfalen in einen Stau und bekamen so selbst zu spüren, was es bedeutet, wenn Busse und Bahnen nicht fahren und deshalb viele Pendler auf ihr Auto umsteigen. Auch auf den Straßen der Dortmunder Innenstadt bildeten sich Staus.

Nach ihrer Ankunft zog der Demonstrationszug in Richtung Südwall, wo die Kundgebung stattfand. Dort gingen die Gewerkschafter mit den Arbeitgebern von Bund und Kommunen hart ins Gericht. Sie hätten bei den Tarifverhandlungen bisher nur Arroganz und fehlende Wertschätzung an den Tag gelegt. ver.di-Landesleiterin in NRW, Gabi Schmidt, hatte weitere Streikaktionen angekündigt, wenn die nächste Verhandlungsrunde erfolglos bleiben würde. Die Tarifforderung nach 6 Prozent mehr Gehalt begründete sie mit sprudelnden Steuereinnahmen.

Ganz schön was los! ver.di Südwestfalen Ganz schön was los!

Neben Lohnerhöhungen fordert ver.di eine Anhebung der Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat. Gleichzeitig soll die Übernahmeregelung nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung wieder in Kraft treten. In zentralen Punkten lagen die Verhandlungspartner weit auseinander. „Wenn der öffentliche Dienst die Fachkräfte von morgen möchte“, so ver.di-Gewerkschaftssekretär Michael Schnippering, „dann muss er den Azubis heute Perspektiven bieten können.“ Eine verbindliche Übernahme sei daher zwingend notwendig, zumal der Wettbewerb um die besten Nachwuchskräfte längst begonnen habe.  Der Öffentliche Dienst dürfe den Anschluss zur freien Wirtschaft nicht verlieren, deshalb müssten die Gehälter deutlich steigen. „In zehn Jahren gehen die Baby-Boomer in den Ruhestand. Wenn wir den Beschäftigten keine attraktiven Einkommen bieten können, wird es massive Probleme geben, Stellen zu besetzen.“

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