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Ganztägiger Ausstand von Beschäftigten der Sparkassen

Ganztägiger Ausstand von Beschäftigten der Sparkassen

Beschäftigte der Sparkassen in Hagen, Herdecke, Iserlohn und Witten gingen ganztägig in den Warnstreik. ver.di Südwestfalen Sparkassen-Beschäftigte im Warnstreik

Die Verhandlungssituation in der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes für die Beschäftigten der Sparkassen ist angespannt. Auch die zweite Verhandlungsrunde endete erneut ohne ein Angebot der Arbeitgeber.

Die Kunden der Sparkassen in Hagen, Herdecke, Iserlohn und Witten mussten sich auf Einschränkungen einstellen, denn die Gewerkschaft ver.di hatte zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Rund 100 Beschäftigte aus den bestreikten Dienststellen beteiligten sich und gingen für ihre Forderungen auf die Straße. Unter Einhaltung der Hygienebedingungen fand die Kundgebung ab 9 Uhr in Hagen auf dem Friedrich-Ebert-Platz statt.

Als erneuten Angriff nahmen die Kolleginnen und Kollegen der Sparkassen die Forderung der Sparkassen-Vorstände nach einem zusätzlichen „Sparkassen-Tisch“ auf, an dem die aus ihrer Sicht besondere Rolle noch zusätzlich berücksichtigt werden soll. „Und das Ganze in Zeiten, wo der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGB) für das erste Halbjahr 2020 Rekordergebnisse aus Sparkassen vermeldet. Die Beschäftigten sollen „Sonderopfer“ erbringen, das hat mit Wertschätzung ihnen gegenüber nichts zu tun und Warnstreiks unvermeidlich gemacht“, sagte die stellvertretende Bezirksgeschäftsführerin von ver.di-Südwestfalen, Bettina Schwerdt.

Bereits 2016 sind die Beschäftigten mit 4 Prozent als „Kompensationsregelung“ ihrer Sonderzahlung (SSZ) an den angeblichen Mehrkosten aus der neuen Entgeltordnung beteiligt worden. Zudem wollte man in 2018 dann richtig an die SSZ, mit einer Reduzierung der Vergütung und Umwandlung von festen Gehaltsbestandteilen in Variable. Das konnte am Ende durch den massiven und entschlossenen Einsatz der ver.di-Mitglieder doch noch abgewendet werden.