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Warnstreik im Öffentlichen Dienst in Lüdenscheid

Warnstreik im Öffentlichen Dienst in Lüdenscheid

Beschäftigte machten Druck für Ihre berechtigten Forderungen. ver.di Südwestfalen Warnstreik in Lüdenscheid

Eisige Kälte und sogar dichtes Schneetreiben - aber dennoch versammelten sich in Lüdenscheid rund 300 Beschäftigte des Öffentlichen Dienstes zu einer Demo, um ihren Forderungen nach 6 Prozent mehr Gehalt oder mindestens 200 Euro pro Monat Nachdruck zu verleihen. Schon in den frühen Morgenstunden stand die Hälfte des Linienverkehrs an den Standorten Lüdenscheid, Plettenberg und Iserlohn still. Die Lüdenscheider Stadtbusse der Linien 40 und 41 fuhren für die Dauer des Streiks gar nicht.

Die stv. Geschäftsführerin Bettina Schwerdt begrüßte die Kolleginnen und Kollegen gemeinsam mit der ver.di-Kreisvorsitzenden Christin Spangenberg, stv. Personalratsvorsitzende der Stadtverwaltung und Mitglied der Bundestarifkommission, auf dem IPA-Gelände an der Wehberger Straße. Bedingt durch den Schneefall wurden zwei Touren der Müllabfuhr gestrichen und die verbliebenen Leute im Winterdienst eingesetzt. Die Mülltonnen mussten bis zum nächsten Tag warten.

Der Kreis der Streikenden wurde mit weiter vorrückender Stunde immer größer und es beteiligten sich Erzieherinnen der Kitas Oeneking und Gevelndorf, Beschäftige der Stadtverwaltungen Lüdenscheid und Iserlohn, Mitarbeiter des Stadtentwässerungsbetriebes, des Jobcenters MK und der Sparkasse Iserlohn. Die Kfz-Zulassungsstelle an der Heedfelder Straße lag lahm und auch der Betrieb im Bürgerbüro.

Christin Spangenberg rief den Streikenden zu: "Wir sind diejenigen, die unsere Städte sauberhalten. Wir sind die, die Menschen pflegen und betreuen. Wir sind die, die Kinder erziehen. Wir sind die, die Rettungsdienst fahren. Ohne uns liefe nichts! Wir sind es wert und wollen dafür gutes Geld!"

Die Streikenden zogen weiter zum Sternplatz und hörten dort ein Grußwort des DGB-Kreisvorsitzenden Bernd Schildknecht und der IG-Metall-Bevollmächtigten Gudrun Gerhardt. "Seid mutig und haltet an euren Forderungen fest!"

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